Wenn die Kacke am Dampfen ist...

Hinweise für das Verhalten in Gefahrensituationen mit dem Pferd


In diesem Artikel erfährst du...

 

- was du deinen Reitschülern für gefährliche Situation mit auf den Weg geben kannst

- wie du selbst mit gefährlichen Situationen im Pferdealltag umgehen kannst

 

 

Okay, erster Blogartikel und es geht direkt um Shit! :D 

 

Ist dir schon mal ein Pferd durchgegangen? Nein? Glück für dich. Falls doch, weißt du ja, was das für Muffensausen gibt. Mir wurde leider im Unterricht nie verklickert, was ich tun muss, wenn mein Zorro plötzlich Rodeo spielt oder sich andere Mätzchen ausdenkt. Zum Glück gibt es aber meine Ponys! Katinka hat schon öfter mal auf nicht ganz faire Weise gezeigt, was sie will und was nicht. Im Eifer des Gefechts fiel mir dann auf: Shit, du hast deine Schülern nie erklärt, was sie im worst case machen sollen! Was machen sie denn jetzt? 

 

Hier meine gesammelten Tipps was du deinen Reitschülern mit auf den Weg geben kannst:

 

1.) Vermittle Abstufungen! Wenn das Pony einfach nicht in die richtige Richtung will, dann erst mal durchparieren und neu sortieren. Meine Ponys biegen öfter mal einfach nicht ab und rennen die ganze Bahn weiter. Das ist aber noch kein Grund für rabiate Bremsmanöver! 

 

2.) Handeln, bevor es brenzlig wird. Der weise Pferdemann Buck Brannaman meinte mal, so ganz sinngemäß, dass die richtigen Pferdeprofis vorausschauend reiten und blöde Situationen gar nicht erst entstehen lassen. Wenn du weißt, dass dein Pony eine Vorliebe für gewisse Manöver hat, bereite deine Schüler darauf vor und schaffe eine Atmosphäre, indem das Pony mit großer Wahrscheinlichkeit NICHT daran denkt, blöd zu werden. 

 

3.) Buckelnde Ponys möglichst vorwärts reiten und Kopf hoch bekommen.

 

4.) Steigende Pferde müssen wieder gen Boden und zwar nach vorne! Die Gefahr des Überschlagens ist riesig mit Reitergewicht im Nacken. Steigende Pferde müssen nach vorne-seitwärts geritten werden, damit sie wieder "runter kommen" - wortwörtlich. Für den Reiter gilt: am Hals festhalten und Zügel nicht loslassen. 

 

5.) der Reiter ist immer wichtiger als das Pferd! Wenn alle Stricke reißen und der Reiter keine Chance für sich sieht, die Situation in den griff zu bekommen, muss er abspringen (im Falle des Führens: Pferd loslassen). 

 

6.) Geht ein Pferd in der Reitbahn oder im Gelände durch, müssen alle anderen Reiter sofort durchparieren, um keine Massenpanik zu verursachen.

 

7.) In festen Reitgruppen am besten ein Codewort einführen, bei dem alle wissen: Da wird's ernst, bitte aufpassen und helfen.

 

8.) Generell versuchen, auf einer großen Kreisbahn das Pferd in den Griff zu bekommen. Keine allzu engen Wendungen, sonst gerät das Pferd aus dem Gleichgewicht und könnte stürzen.

 

9.) Beim durchgehenden Pferd kommt es nicht auf feines Reiten an. Ich hatte schon Schüler, deren Pferde bis aufs übelste Rodeo gespielt haben und sich der Reiter trotzdem nicht getraut hat, härter einzugreifen. Durchgehende Pferde sind massivst gefährlich und müssen bei allem Pferdeverstand nicht mit Samthandschuhen angefasst werden!

 

Ich hoffe die Tipps & Tricks helfen dir und du bereitest in den nächsten Stunden deine Schüler auf worst-case-Szenarios vor. Auch wenn deine Pferde lieb und artig sind, weißt du nicht, in welche Situationen deine Schützlinge eines Tages kommen werden. Gut beraten ist da der, der schon mal von möglichen Strategien gehört hat.

 

kennst du noch weitere Tipps und Tricks? Schreib es gerne in die Kommentare!

 

 

 

 

Welche Tipps & Tricks hast du bei wilden Zorros?